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Traum von China Roman
Den höheren chinesischen Provinzbeamten Ma Daode plagen zunehmend Tagträume aus seiner Vergangenheit während der Kulturrevolution. Dennoch lebt er weiter gut von den zahlreichen Bestechungsgeldern und mit seinen unzähligen Geliebten. Ma Daodes aktueller Auftrag ist es, die Bewohner eines Dorfes, das zwangsgeräumt werden soll, zur Aufgabe zu überreden. Insgeheim träumt Ma noch von einem von ihm entwickelten Traum-von-China-Implantat. Am Ende wird er aber alles verlieren, nachdem ihm auf einer öffentlichen Veranstaltung Worte aus dem Mund sprudeln, die er gesagt hat, als er 16 war. Eine bitterböse Satire auf das heutige, totalitäre China, vor allem natürlich auf Präsident Xi Jinpings "Traum von China"-Propaganda. Der chinesische Autor lebt im Exil und ihm bleibt die Einreise nach China verboten. Mit seinem eher schmalen Roman möchte er besonders die Erinnerung an den "gewaltsamen Kampf" innerhalb der Kulturrevolution wachhalten. Erschreckend, zuweilen brutal, aber absolut glaubhaft. Die Umschlaggestaltung stammt vom bekannten chinesischen Künstler Ai Weiwei. Gröe︢ren Beständen unbedingt empfohlen.